Jetzt wo die Bürgersteige fast deutschlandweit wieder von den Schneemassen des Dezembers befreit sind, wird frau als erstes die Schneestiefel zur Seite geräumt haben und nun auf der Suche nach neuen Schuhen sein. Da es derzeit auch nicht nach Glätte aussieht, kann man sich ja auch im Bereich Pumps wieder umschauen, da der Boden wieder absatzgeeignet ist. Wussten Sie eigentlich, dass die Pumps auf eine lange Geschichte zurückblicken und schon 1594 erwähnt wurden?
Beim guten alten William Shakespeare ist in „Der Widerspenstigen Zähmung“ und ein Jahr später im „Sommernachtstraum“ von „Pumps“ und „Heels“ die Rede. Man geht auch davon aus, dass das Wort Pumps aus dem Englischen kommt, da hier ein Plural vorliegt, wie bspw. bei den Wörtern Jeans oder Shorts. Pumps setzten sich ab dem 17. Jahrhundert als Trend durch, wobei zunächst nur Hoflakaien die Schuhe trugen. Im Privatgebrauch waren die Schuhe ab Beginn des 19. Jahrhunderts bei Dandys wie bspw. Oscar Wilde oder Beau Brummell besonders beliebt. Frauen schätzten vor allen Dingen die Haltbarkeit und Robustheit im Vergleich zu anderen Schuhen – zumal die Absätze noch nicht im Pfennigabsatzsegment angekommen waren.
Lange Zeit wurden Pumps von beiden Geschlechtern getragen, vor allen Dingen als Tanzschuhe waren Sie beliebt. Eine heute skurrile Vorstellung. Erst mit dem Wechsel vom 19. ins 20. Jahrhundert setzten sich Pumps als Frauenschuhe durch. Inzwischen gibt es so viele verschiedene Arten, dass man nicht immer sicher ist, ob es noch ein klassischer Pumps ist oder eine andere Bezeichnung angebracht ist.
Bild: Olivier Luma cc-by-sa


17. Januar 2011
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